“Ein Meister auf der Gitarre”
Westfälische Nachrichten
Vita
Raphael Ophaus ist Gitarrist mit einem Schwerpunkt auf der Musik unserer Zeit und einem wachen Ohr für ihre Wurzeln. Sein Instrumentarium reicht weit über die Konzertgitarre hinaus und umfasst neben E-Gitarre, Banjo und Mandoline zahlreiche weitere Zupfinstrumente.
Viele seiner prägendsten Projekte sind im Dialog mit Komponisten entstanden. Allen voran gilt das für Helmut Lachenmann, daneben für Louis Andriessen, Heiner Goebbels und zahlreiche junge Komponistinnen und Komponisten, deren Werke er uraufgeführt hat.
Kammermusik bildet den roten Faden seiner Arbeit, quer durch Epochen und Besetzungen. Er spielt mit dem Ensemble Modern, dem Ensemble Aventure und den Curious Chamber Players, bei Festivals wie dem Musikfest Berlin, der Ruhrtriennale und den Darmstädter Ferienkursen und unter Dirigenten wie François-Xavier Roth und Dennis Russel Davies. Aufnahmen bei Labels wie Naxos und NEOS sowie Produktionen für BR, HR und SWR dokumentieren seine Arbeit. Die Presse nannte ihn „einen Meister auf der Gitarre“.
Fest verankert ist diese Arbeit in eigenen Ensembles. Mit Stefan Koim bildet er das Daidalos Guitar Duo, dessen Programme Alte und Neue Musik zueinander in Beziehung setzen und dessen Virtuosität und dessen „grandios aufeinander abgestimmtes“ Zusammenspiel die Kritik würdigt. Mit Moritz Beck widmet er sich der Klassik, der Frühromantik und eigenen Bearbeitungen. Ihre Fassung von Haydns Londoner Sinfonie lobte die Presse als ein „kühnes Unterfangen“ und hob die „bemerkenswerte musikalische Partnerschaft“ der beiden hervor. Zudem ist er Mitbegründer des Kammerorchesters Chordofonia, das vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert wird und in das Programm des NRW KULTURsekretariats aufgenommen wurde.
Seine Texte zu Helmut Lachenmann und zur Mikrotonalität erschienen unter anderem im Wilhelm Fink Verlag, das EGTA-Journal betreut er regelmäßig als Co-Redakteur. Er lehrt an der Hochschule Osnabrück und der Musikhochschule Münster und leitet die Musikschule Greven/Emsdetten/Saerbeck.
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SAMMELBÄNDE
Microtonality as a structure-building principle in the work of Michael Quell, in: Agustin Castilla-Ávilla (Hrsg.): Mikrotöne - Small is beautiful - Vol. V. 2023. Bergheim: Mackinger Verlag.
Lachenmann zum Staunen. Salut für Caudwell befreit wahrnehmen, in: Timo Kehren / Carolin Krahn / Georg Oswald / Christoph Poetsch (Hrsg.): Staunen. Perspektiven eines Phänomens zwischen Natur und Kultur, 2019. Paderborn: Wilhelm Fink.
ZEITSCHRIFTEN (AUSWAHL)
Im Reich der Kleinstintervalle. Einführung in die Grundlagen der Mikrotonalität, in: Fabian Hinsche (Hrsg.): EGTA-Journal. Die neue Gitarrenzeitschrift, 2020/11.
Werkstattbericht: Einblicke in die Probenarbeit mit Helmut Lachenmann, in: Fabian Hinsche (Hrsg.): EGTA-Journal. Die neue Gitarrenzeitschrift, 2017/04.
UNVERÖFFENTLICHTE WISSENSCHAFTLICHE ARBEITEN
Eine Musik wie Sprache. Hans Werner Henze und eine Musikästhetik zwischen Literatur und Avantgarde. 2021. Abschlussarbeit zum Master of Music an der Universität Würzburg.
Salut für Caudwell. Analyse und Interpretation. 2013. Abschlussarbeit Diplommusikpädagogik an der Hochschule für Musik Würzburg.
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Raphael Ophaus, 1989 in Hamm geboren, ist Gitarrist mit einem Schwerpunkt auf der Musik unserer Zeit und einem wachen Ohr für ihre Wurzeln. Sein Instrumentarium reicht weit über die Konzertgitarre hinaus und umfasst neben E-Gitarre, Banjo und Mandoline zahlreiche weitere Zupfinstrumente. Deshalb wird er regelmäßig für Uraufführungen, Opernproduktionen und Filmmusiken angefragt.
Viele seiner prägendsten Projekte sind im Dialog mit Komponisten entstanden. Eine besondere Rolle spielt dabei die Probenarbeit mit Helmut Lachenmann, dessen „Salut für Caudwell“ ihn als Interpret und als Autor seit vielen Jahren begleitet. Er arbeitete mit Louis Andriessen und mit Heiner Goebbels, in dessen Eröffnungsproduktion der Ruhrtriennale 2014 er mitwirkte, und hat zahlreiche Werke junger Komponistinnen und Komponisten uraufgeführt. Stephan Storck widmete dem Daidalos Guitar Duo „Anriss“, eingespielt beim SWR in Freiburg. Zu seinen Uraufführungen zählt auch Michael Quells „Meister Eckhart und Suhrawardi“ für vier mikrotonale Gitarren und Klavier, erschienen gemeinsam mit dem Ensemble Aventure bei NEOS.
Kammermusik bildet den roten Faden seiner Arbeit, quer durch Epochen und Besetzungen. Er arbeitet mit dem Ensemble Modern, dem Ensemble Aventure und den Curious Chamber Players. Er spielte in der Philharmonie Berlin, der Alten Oper Frankfurt und der Philharmonie Essen, beim Musikfest Berlin, der Ruhrtriennale und den Darmstädter Ferienkursen, unter Dirigenten wie François-Xavier Roth, Michail Jurowski, Dennis Russell Davies, Ilan Volkov, Peter Rundel und Jonathan Stockhammer. In der Schweiz wirkte er bei der Philharmonia Zürich und dem Sinfonieorchester Basel mit. Konzertreisen führten ihn durch Europa, nach Amerika und nach Asien. Aufnahmen bei Naxos und NEOS sowie Produktionen für BR, HR und SWR dokumentieren seine Arbeit. Die Presse nannte ihn „einen Meister auf der Gitarre“.
Mit Stefan Koim bildet er seit Jugendtagen das Daidalos Guitar Duo, das Alte und Neue Musik in Programmen wie „Mikrokosmos“ und „Kontraste“ aufeinander bezieht und bei den Darmstädter Ferienkursen gastierte. Die Kritik preist ihre Virtuosität und beschrieb die beiden als „grandios aufeinander abgestimmt“. Mit Moritz Beck widmet er sich der Klassik und Frühromantik, von Giuliani bis Lhoyer, und eigenen Bearbeitungen wie Haydns Londoner Sinfonie. Die Presse nannte diese ein „kühnes Unterfangen“ und lobte die „technische Präzision“ und „bemerkenswerte musikalische Partnerschaft“ des Duos. Außerdem ist er Mitbegründer des Kammerorchesters Chordofonia. Das Ensemble wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert und wurde in das Programm des NRW KULTURsekretariats aufgenommen.
Das Nachdenken über Musik ist für ihn Teil der künstlerischen Praxis. Seine Beiträge zu Helmut Lachenmann, zur Mikrotonalität und zu gitarristischen Fragen erschienen unter anderem im Wilhelm Fink Verlag und in der Reihe „Mikrotöne“. Das EGTA-Journal, die neue Gitarrenzeitschrift, betreut er als Co-Redakteur.
Er studierte Gitarre bei Jürgen Ruck an der Hochschule für Musik Würzburg und bei Stephan Schmidt an der Musik-Akademie Basel und schloss 2017 mit dem Meisterklassendiplom ab. Es folgte ein Master of Arts in Musikwissenschaft an den Universitäten Würzburg und Zürich, den er mit Auszeichnung abschloss.
Seine Erfahrung gibt er als Lehrbeauftragter weiter, für Gitarre am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück und für Fachdidaktik Gitarre an der Musikhochschule Münster. Nach der Leitung der Musikschule Region Wohlen in der Schweiz leitet er seit 2024 die Musikschule Greven/Emsdetten/Saerbeck.
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Raphael Ophaus, born in Hamm, Germany, in 1989, is a guitarist focused on the music of our time, with a keen ear for its roots. His instruments reach far beyond the classical guitar, encompassing electric guitar, banjo and mandolin as well as numerous other plucked instruments, which is why he is regularly engaged for world premieres, opera productions and film scores.
Many of his most formative projects have grown out of dialogue with composers. Rehearsing with Lachenmann holds a special place among them, and "Salut für Caudwell" has accompanied him as both performer and author for many years. He has worked with Louis Andriessen and with Heiner Goebbels, performing in Goebbels's opening production of the 2014 Ruhrtriennale, and has premiered numerous works by young composers. Stephan Storck dedicated "Anriss" to the Daidalos Guitar Duo, recorded at the SWR studios in Freiburg, and wrote "DUO" for two guitars on the duo's commission. His premieres also include Michael Quell's "Meister Eckhart und Suhrawardi" for four microtonal guitars and piano, released on NEOS together with Ensemble Aventure.
Chamber music is the common thread running through his work, across eras and line-ups. He works with Ensemble Modern, Ensemble Aventure and the Curious Chamber Players. He has performed at the Berlin Philharmonie, the Alte Oper Frankfurt and the Philharmonie Essen, at Musikfest Berlin, the Ruhrtriennale and the Darmstadt Summer Courses, under conductors including François-Xavier Roth, Michail Jurowski, Dennis Russell Davies, Ilan Volkov, Peter Rundel and Jonathan Stockhammer. In Switzerland he has performed with the Philharmonia Zürich and the Basel Symphony Orchestra. Concert tours have taken him across Europe, to the Americas and to Asia. Recordings on Naxos and NEOS and broadcasts for BR, HR and SWR document his work. The press has called him "a master of the guitar".
With guitarist Stefan Koim he has formed the Daidalos Guitar Duo since their youth. The duo relates early and new music to each other in programmes such as "Mikrokosmos" and "Kontraste" and has appeared at the Darmstadt Summer Courses; critics have described the two as "superbly attuned to one another". With Moritz Beck he explores the Classical and early Romantic repertoire, from Giuliani to Lhoyer, alongside arrangements of their own such as Haydn's "London" Symphony. The press called it "a bold undertaking" and praised the duo's "technical precision" and "remarkable musical partnership". He is also a co-founder of the chamber orchestra Chordofonia, an ensemble of guitars, mandolins and bass directed by Annika Hinsche. The orchestra is funded by the State of North Rhine-Westphalia and has been selected for the programme of the NRW KULTURsekretariat.
Reflecting on music is, for him, part of artistic practice. His writing on Lachenmann, microtonality and questions of guitar performance has appeared with Wilhelm Fink and in the series "Mikrotöne", among others. He is co-editor of the EGTA-Journal, a German guitar magazine.
He studied guitar with Jürgen Ruck at the University of Music Würzburg and with Stephan Schmidt at the Basel Music Academy, completing the Meisterklassendiplom (postgraduate soloist diploma) in 2017. This was followed by a Master of Arts in musicology at the Universities of Würzburg and Zurich, awarded with distinction.
He passes on his experience as a lecturer, teaching guitar at the Institute of Music of Osnabrück University of Applied Sciences and guitar pedagogy at the University of Music Münster. After directing the Musikschule Region Wohlen in Switzerland, he has been director of the Greven/Emsdetten/Saerbeck Music School since 2024.
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2021: Master of Arts im Fach Musikwissenschaften an den Universitäten Würzburg und Zürich
2017: Meisterklassendiplom an der Hochschule für Musik Würzburg
2015: Master of Music an der Hochschule für Musik Würzburg und der Musikakademie Basel
2013: Diplommusikpädagogik an der Hochschule für Musik Würzburg
Projekte
Daidalos Guitar Duo
Das Daidalos Guitar Duo hat es sich zur Aufgabe gemacht, Neues zu schaffen und Altbekanntes in neuen Kontexten zu beleuchten. Die Musiker verbinden die von der Presse gerühmte Virtuosität und Musikalität mit Expertise in historischer Aufführungspraxis und zeitgenössischer Musik und setzen diese in innovativen Konzertprogrammen im Spannungsfeld zwischen Alter und Neuer Musik um. Eine einzigartige Verbindung, die zahlreiche Komponisten und Musiker inspiriert und zur Zusammenarbeit mit dem Duo bewegt.
Bereits seit frühester Jugend musizieren Raphael Ophaus und Stefan Koim gemeinsam. Sie wurden mit einigen der bedeutendsten Stipendien und internationalen Preisen ausgezeichnet und haben ihre gitarristischen Fertigkeiten durch Studien in Alte Musik und Musikwissenschaft ergänzt. Ein einzigartiges Duo, dessen außerordentlicher Erfolg in der Zusammenarbeit mit bedeutenden Komponisten wie Helmut Lachenmann und Gastauftritten bei internationalen Festivals wie den Darmstädter Ferienkursen seinen Ausdruck findet.
Kammerorchester Chordofonia
Mit dem Kammerorchester Chordofonia hat sich 2019 ein internationales Ensemble gegründet, das seine Begeisterung für Zupfmusik in die Welt tragen möchte. Das Orchester sieht sich in einer jahrhundertealten Tradition, deren Erscheinungsformen von der Renaissance bis in die Gegenwart reichen. Raphael Ophaus gehört zu seinen Mitbegründern.
Die delikaten und oft ungeahnten Klangmöglichkeiten von Gitarren, Mandolinen und Bass erlauben es, dieses breite Spektrum in neuen Konzertformaten einem großen Publikum hörbar zu machen. Die Vielseitigkeit der Musikerinnen und Musiker und die Vielfalt des Instrumentariums eröffnen Programme, in denen klassische Werke und Transkriptionen ebenso ihren Platz haben wie Zupfinstrumente ferner Musikkulturen oder mit E-Instrumenten gespielte populäre Musik.
Chordofonia wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert und wurde in das Programm des NRW KULTURsekretariats aufgenommen.
Videos
Das Daidalos Guitar Duo spielt das ihm gewidmete Stück “Anriss” von Stephan Storck. Die Tonaufnahme wurde in den Studios des SWR in Freiburg eingespielt.
Das Daidalos Guitar Duo spielt die “Sonate in h-Moll K.27” von Domenico Scarlatti in einer Bearbeitung von Bernd Kortenkamp.
Das Daidalos Guitar Duo spielt "Die Geister" aus "Memorias de El Cimarrón" in einer Bearbeitung von Jürgen Ruck und Elena Casoli.
"Die Ruhrtriennale 2014 feierte ihren fulminanten Auftakt im Landschaftspark Duisburg-Nord. Dabei stammt das erste Stück der neuen Saison direkt vom Intendanten persönlich. Ganz nach Heiner Goebbels-Art waren dabei einige Überraschungen zu erleben."
Kontakt
Raphael Ophaus
Rainer-Plein-Weg 6
48147 Münster